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Grilling without killing

Viele haben Angst verzichten zu müssen, wenn sie auf eine vegane Lebensweise umstellen. Doch es gibt sowohl einiges an pflanzlichen Ersatzprodukten (Würstchen, Nuggets, Schnitzel, etc.), wie auch einfache und schnelle Rezepte zum selber zubereiten. Von Verzichten kann da nicht die Rede sein. Von selbst gemachten "Würstchen" und "Steaks" über "Mozzarella" bis hin zu "Vondue". Mit diesen Tipps pimpt ihr jedes BBQ auf und überzeugt auch den ein oder anderen Omnivore. Unbedingt die Saucen nicht vergessen! 

Tipp 1: 

Ohne Fleischersatz

Jeder kennt sie, die Gemüsespiesse! Sie sehen nicht nur toll aus, sondern sind je nach Kombination ein explosives Geschmackserlebnis. Auf unseren Spießen dürfen Pilze nicht fehlen. Ansonsten kommt an den Spieß, was gerade so im Kühlschrank liegt. Hauptsache farbig!

Hier ein paar Tipps um das Gemüse richtig zu grillen:

  • Feste Gemüsesorten wie Maiskolben, Karotten und Kohlrabi vorher kochen.
  • Zartere Gemüsesorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Fenchel eventuell blanchieren.
  • Auberginen, Zucchini, Paprika und Spargel in etwas Öl und Gewürzen marinieren und direkt auf den Grill legen. 
  • Pilze schmecken auch ohne Marinade hervorragend, direkt vom Grill.
  • Tomaten und Paprika kann man auch super mit einer Tofupaste füllen und grillen.
  • Kartoffeln und Süßkartoffeln können roh im Ganzen, in Scheiben geschnitten oder zu Fächern angeschnitten, z. B. als Folienkartoffeln, auf den Grill oder direkt in die Glut. Sie können aber auch vorgegart werden, das spart Zeit am Grill.

Den feinen Geschmack des Gemüses unterstreichst du mit den richtigen Marinaden oder Füllung. Erlaubt ist, was schmeckt. Wir lieben die selbstgemachte Marinade aus Tamari, Senf, Knoblauch, italienischen Kräutern, Pfeffer und etwas geschmacksneutralem Öl.. Wer es mag kann auch etwas Zitronensaft, sowie etwas Schärfe durch Chilipulver hinzugeben. Marinaden brauchen genügend Zeit zum Einziehen und das Gemüse sollte nicht nass sein beim auftragen oder einreiben der Marinade. Gemüse welches sich gut mit einer veganem Käse- oder Hülsenfrüchtefüllung füllen lässt, sind Peperoni, Tomaten, Zucchini, Auberginen oder Avocados. 

Tipp 2: 

Würstchen

Auch kein Fan von den pflanzlichen Fertigprodukten, die es mittlerweile so viel verbreitet in den Supermärkten gibt? Dann haben wir genau das Richtige für dich! Würstchen kann man in unglaublich vielen Varianten zubereiten. Mit Bohnen, Linsen, Quinoa, Haferflocken oder Seitan als Basis muss man sie nur noch richtig würzen. Hier unser aktuelles Lieblingsrezept:

 

LINSEN WÜRSTCHEN

Arbeit: 50min

4 Würstchen

Zutaten
  • 50 g Haferflocken
  • 50 g Linsen
  • 50 ml Rote-Bete-Saft
  • 20 g Kichererbsenmehl 
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • Koriander
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Smoked Paprikapulver
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Die Linsen mit der passenden Menge Wasser aufkochen und anschließend abkühlen lassen. Haferflocken im Mixer fein mahlen. Linsen mit Rote-Bete-Saft mit dem Mixer cremig pürieren. Kichererbsenmehl, Hafer- und Hefeflocken,Tomatenmark, Chilipulver und Öl unterrühren. Mit Kreuzkümmel, Koriander, Knoblauch, smoked Paprika und Salz würzen. Die Masse vierteln. Jede Portion zu einer langen Wurst formen und in Alufolie fest einwickeln, dabei die überstehenden Folienenden wie bei einem Bonbon verschließen. Achtung die Würstchen gehen noch etwas auf!

In einen Topf mit Dampfgareinsatz aufkochen. Hitze herunterschalten und das Wasser bei schwacher Hitze sieden lassen. Die Würste im Dampfgareinsatz zugedeckt ca. 20 Min. dämpfen. Aus der Folie wickeln und abkühlen lassen. Dann ab auf den Grill damit! Mit etwas Senf schmecken sie besonders gut!


Tipp 3: 

Steaks

Es ist einfach unglaublich wie viel besser selbstgemachtes schmeckt. Es macht total viel Freude etwas zu essen, dass man selbst kreiert hat, ohne Leid zu verursachen. Ein pflanzliches Steak ist sicher nicht das gesündeste was ein Veganer zu sich nehmen kann, aber es gibt einem ein Stück Gesellschaft und Lebensqualität zurück, was viele Veganer vermissen, wenn sie auf eine pflanzliche Ernährung umstellen. Wer mit einem selbstgemachten Steak auftaucht, muss nicht mal erwähnen, dass man kein Fleisch ist. Es gibt Leute die machen ihren veganen Lebensstil gerne zum Thema, da sie auch anderen die Augen öffnen wollen. Doch es gibt auch die Art von Menschen, die einfach Leben wollen ohne Leid zu verursachen und ohne sich immer mit blöden Sprüchen abgeben zu müssen. Das best gelungenste Steak ist folgendes, mit einer super einfachen BBQ Sauce. Ich hoffe dass das Rezept ungefähr stimmt. Ich habe ehrlich gesagt alles Pi mal Daumen gemacht...

 

BBQ SAUCE

Arbeit: 5min

7dl

Zutaten

  • 690g Tomatensauce
  • 1dl Apfelessig
  • 2 EL Dattelmus
  • 1 EL Smoked Paprika
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 Prise Chilipulver (scharf)

Zubereitung

Alle Zutaten in eine Pfanne geben und gut verrühren und aufkochen. 2-3 min kochen lassen und dann in Gläser abschütten. Schmeckt super zu Steaks und Würstchen!

 

SEITAN STEAK

Arbeit: 50min

Ruhezeit: über Nacht wenn gewünscht

8 Steaks

Zutaten:

Steak

  • 260g Seitan (Gluten)
  • 1dl Wasser
  • 200g gekochte Linsen
  • 1 TL Pfeffer gemahlen
  • 2 TL Smoked Paprika
  • 4 EL Hefeflocken (Nooch)
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Prise Chilipulver (scharf)
  • 3 EL Tamari (oder Sojasauce)
  • 2 EL Knoblauchpulver


Marinade

  • 1dl Wasser
  • 4 EL Tamari (oder Sojasauce)
  • 1 EL Neutrales Öl
  • 1 EL Dattelsirup
  • 1 EL Senf

 

Zubereitung:

Die Linsen zusammen mit den Gewürzen, dem Tomatenmark, den Hefeflocken und der Tamarisauce vermischen und zu einer cremigen Masse verarbeiten. Das Wasser und den Seitan hinzufügen und zu einem Teig zerkneten. Davon einzelne Teile abschneiden und zu flachen Steaks formen. Die Stücke dürfen ruhig unregelmäßig geformt sein. Die Steaks in einem Dampfkochtopf für 25min dämpfen und in der Zwischenzeit die Marinade zubereiten und in verschiedene Plastik-Zipp-Säckchen verteilen. Wenn die Steaks fertig gedämpft sind, in die Säcken abfüllen und ein paar mal drehen um die Mariande gut zu verteilen. Am besten schmecken sie, wenn man sie über Nacht in dem Zippsack im Kühlschrank aufbewahrt. Hat man weniger Zeit reicht es auch wenn man sie 1h im der Marinade einlegt.  Danach gleich ab auf den Grill damit. Lange muss man sie nicht mehr braten. Geht nur noch darum, dass sie eine leckere Kruste bekommen. 

Steaks mit beliebiger Soße bestreichen und von beiden Seiten knusprig grillen, dabei einmal wenden.

 


Tipp 4: 

Beilagen

Es gibt unzählige Möglichkeiten das Grillfest aufzupeppen. Zum Beispiel Steckenbrote, Vondue (ein leckeres Rezept mit Bärlauch hier), Salate, Brusschetta und verschiedene Saucen. Was auch super lecker ist, sind die Aubergine-Tofu Taschen. Dafür den nature Tofublock in 4 gleichmäßige Rechtecke schneiden und die Aubergine der Länge nach in dünne Scheiben schneiden. Beides mit einer leckeren Marinade (Senf, Pfeffer, Tamari, italienische Kräuter, Chili- und Knoblauchpulver) bestreichen und die Tofustücke immer zwischen zwei Aubergine Scheiben einpacken. Halten am besten mit Zahnstocher zusammen, welche aber beim Grillen gerne etwas verkohlen oder abbrennen. Aber sie müssen die Taschen vor allem anfangs zusammenhalten. Ein paar Minuten auf dem Grill und sie halten von alleine.

 

Als Salat ist vor allem der Caprese Salat ein Highlight. Der Mozzarella ist super easy nur mit vier Zutaten zuzubereiten und kaum vom Original zu unterscheiden. 

 

CAPRESE SALAT

Arbeit: 10min

Ruhezeit: 1.5h

4 Portionen

Zutaten:

  • Tomaten (wir haben Green Zebra verwendet)
  • Balsamicoesig
  • Basilikum
  • Pfeffer

Mozzarella

  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 200ml Wasser
  • 70g Cashews
  • 150ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft (frisch)
  • Pfeffer

Zubereitung:

Cashews einweichen und dann abschütten. Flohsamenschalen mit in 200ml Wasser einrühren und eine Stunde stehen lassen. Cashews mit Pfeffer, 150ml Wasser und Zitronensaft im Mixer cremig mixen und anschließend die Flohsamenschalenmasse hinzufügen und alles nochmals mixen bis es einen klebrigen Klumpen gibt. Diesen dann für 1.5h in den Kühlschrank stellen und anschließend wie die Tomaten in Scheiben schneiden und mit den Gewürzen und Balsamicoesig verfeinern. Himmlisch! 

 

Weitere Mozzarella Rezepte findest du unter Käse.


Was die Saucen anbelangt, mögen wir lieber etwas leichtes wie ein Tzatziki oder wie oben genannt die BBQ Sauce. Wer es etwas deftiger mag, oder sich für Gemüse für den Grill entschieden hat, kann auch gut ein proteinreiches Bohnenmus oder eine cremige Guacamole dazu machen. Rezepte dazu findet ihr hier

Tipp 5: 

Nachtisch

Für Bananenliebhaber wie mich, gibt es nichts besseres als Schokobananen vom Grill. Dafür einfach die die Banane der Länge nach einschneiden,, ein paar Stücke Vegane Schokolade reinstecken und auf den Grill oder neben das Feuer auf die heißen Steine legen. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, einfach mit einer Gabel oder Löffel ausschaben. Alternativ kann man auch andere Früchte wie Birnen und Äpfel braten. Die schmecken einfach himmlisch müssen aber noch in Alufolie eingewickelt werden, daher bevorzuge ich die Bananen. Grundsätzlich gilt bei den Früchten dasselbe wie beim Gemüse: Kurze Garzeiten beachten und eher zu wasserarmen Sorten greifen. Was auch super cool ist, das Vondue in ein Schokofondue umzuwandeln und in einem Topf über dem Feuer Schokolade zu schmelzen und Früchte darin zu tunken. 

 

Erzählt uns von euren Grill Tipps oder kommentiert, wie ihr die Rezepte findet. Wir freuen uns auf Feedback und Anregungen.

 

Dieser Blog Eintrag enthält keine bezahlte Werbung und beruht auf Empfehlungen.

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