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THE END OF MEAT

Der Filmemacher Marc Pierschel zeichnet in The End of Meat eine Zukunftsvision, die für manche gar nicht mal so weit weg erscheint: Doch für die Mehrheit der Bevölkerung wird sie immer noch als Ersatzreligion abgetan und die Fakten mehrheitlich ignoriert oder umgangen. Die Vision des Films ist eine Welt, in der Tiere nicht mehr auf unserem Teller landen, sondern nur noch frei auf Lebenshöfen oder in unseren Gärten leben.

Der Film nimmt uns mit auf eine Reise in die Zukunft und spekuliert mit den möglichen Folgen und Effekten, wenn sich Menschen nicht mehr von Fleisch ernähren würden. Wie würde sich das auf das Klima und die Tierwelt auswirken? Dabei erscheint immer wieder das Wunderschwein Esther auf der Bildfläche. Esther wurde ein Internetphänomen, als sie von einem angeblichen Mini-Pic zu einer 300kg schweren Sau heran wuchs und dies von ihren kanadischen Adoptiveltern via Facebook festgehalten und mit der Welt geteilt wurde.

 

Pierschel reist in die erste komplett vegetarische Stadt in Indien, wird Zeuge wie gerettete Tiere ihre neu erhaltene Freiheit genießen, besucht Lebensmittelforscher und begleitet sie auf dem Weg Fleisch- und Milchprodukte zu entwickeln, ohne Tiere zu missbrauchen und erfährt die neuste Erfindung; "Bacon" aus dem Meer!

Es wird gezeigt wie große Fleischkonzerne begannen pflanzliches Fleisch und Wurst herzustellen, vegane Supermärkte öffneten und wie vegane Produkte gefragter wurden wie nie zuvor. Könnte dies der Anfang vom Ende des Fleisches sein? Steht das Mensch-Tier Verhältnis vor einer Wende?

 

Immer mehr Menschen tendieren zu einer vegetarisch oder veganen Ernährung und fangen auch an dies in die Welt hinaus zu tragen und zu verbreiten. Weltweit eröffnen jährlich immer mehr pflanzenbasierte Restaurants ihre Türen und Künstler verbreiten Bilder von einer Welt, in der wir mit den Tieren zusammen leben und agieren ohne Gewalt und Leiden.

Bis zum Schluss des Films bleibt fraglich, ob das Ziel der Wissenschaftler, den Fleischkonsum bis 2050 auf 50% zu reduzieren, realistisch ist oder nicht. Die Kosten für diese mit Stammzellen produzierten Ersatzprodukte sind immens hoch um Mainstream zu werden. Eine Welt ohne Massentierhaltung ist noch sehr weit entfernt, doch die Aussicht auf eine ethisch vertretbare Fleischvariante ist vor allem für die Omnivoren oder Flexitaner sehr interessant. 

 

Im Gegensatz zu vielen anderen vegan fördernden Dokus, zeigt der Film keine Schlachtszenen oder Brutalität sondern basiert auf Fakten des Wandels der letzten Jahre und beschäftigt sich mit Lösungen. Für Leute wie uns, die schon so einige blutige Szenen gesehen haben, eine willkommene Abwechslung.

Bildquelle: Cineimage

Hier der Link zu der DVD